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13 Februar 2015


Northmen - A Viking Saga Review (Gastautor: Franzi)

Ich weiß gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll. Zum einen deshalb, weil ich so viel dazu schreiben möchte, zum anderen, weil der Gedanke daran schon ausreicht, um mich zum Lachen zu bringen.
Wovon ich spreche?
Ich habe mir im Kino den Film „Northmen – A Viking Saga“ angesehen. Jetzt, wo ich mir den Titel noch einmal anschaue, stelle ich erst fest, dass er nicht einmal zum Film passt. Eine Saga beinhaltet für mich eine große Geschichte, eine Erzählung mit besonderen Charakteren und vielen Wendungen, einfach gesagt, eine packende und fesselnde Geschichte.
Ich hatte keine besonders großen Erwartungen an den Film, weil ich mittlerweile gelernt habe, dass man die nicht haben darf, um nicht enttäuscht zu werden, aber „Northmen“ fand ich trotzdem schlecht, nett ausgedrückt.

Der Film des Schweizer Regisseurs Claudio Fäh erzählt die Geschichte einer Gruppe von ausgestoßenen Wikingern, die an der schottischen Küste stranden und dort sogleich in einen Kampf verwickelt werden, weil die Eskorte, die eine schottische Dame zu ihrer Hochzeit bringen soll, allem Anschein nach gespürt hat, dass gleich ein Haufen Wikinger die Felsen hochgeklettert kommt und deshalb schon einmal, präventiv sozusagen, auf sie lauert. Die Wikinger sind zwar vom Schiffbruch geschwächt und in der Unterzahl, aber dennoch machen sie die Angreifer platt, bis auf einen (dessen Überleben wichtig ist, damit der König davon erfährt, sonst wäre ja von der ohnehin dünnen Handlung des Films gar nichts mehr übrig) und nehmen bei der Gelegenheit dann mal die junge Frau als Geisel zwecks Lösegeld, denn ihr Vater ist offensichtlich ein einflussreicher Mann, um nicht zu sagen besagter König, wie sich später herausstellt. Der hetzt alsdann sein „Wolfsrudel“ auf die Wikinger und das ist im Prinzip das Hauptelement des Films: Eine Verfolgungsjagd durch die schottischen Highlands, bei der die Wikinger Unterstützung bekommen von einem christlichen Mönch, der nebenbei ausgebildeter Ninja ist und sich ebenfalls als Ausgestoßener entpuppt.

Die Anführer des Wolfsrudels indes haben ihre ganz eigenen, (für mich) nicht ganz nachvollziehbaren Pläne und wollen die Prinzessin lieber tot als lebendig zurückbringen. So viel dazu. Dieser Umstand dient vermutlich einzig dazu, zu erklären, warum die Gute am Schluss lieber mit den Wikingern den Sprung ins kalte Wasser wagt, als mit den Verfolgern zu kommen.
Außerdem hat die Prinzessin eine außerordentliche Fähigkeit: Sie ist hellsichtig und kann durch Handauflegen (auf den Boden) feststellen, dass die Verfolger hinter ihnen her sind. Das ist gut, hätten sie ja sonst nicht gewusst. (Achtung, Ironie!)
Das macht sie sogar mehrmals.
Jedenfalls sieht man den strammen Recken aus dem Norden 95 Minuten lang dabei zu, wie sie vom Wolfsrudel eingeholt werden, sich kloppen, stets mit Verlusten, sie abhängen, und anschließend wieder abhauen. Und immer stehen bleiben, wenn der Falke die Anwesenheit des Gegners ankündigt. Dass diese sie eigentlich gleich zu Beginn hätten einholen müssen, weil sie im Gegensatz zu unseren Helden zu Pferd unterwegs waren, ist dabei völlig irrelevant.

Es ist auch eigentlich nicht wichtig, dass sich die Geschichte um Wikinger in Schottland dreht, in jedem anderen Setting würde das Ganze genauso gut (oder schlecht) funktionieren.
Wenn ich jetzt jedes kleine Detail aufzählen würde, das mich gestört hat, würde ich nie fertig, deshalb fasse ich mich kurz: Mein Hauptkritikpunkt ist das Drehbuch, von dem ich mich ehrlich gesagt ein bisschen in meiner Intelligenz beleidigt fühle. Wenn ich nicht während der Vorstellung regelmäßig in Lachanfälle ausgebrochen wäre, wäre das Ganze sehr traurig.
Nicht nur, dass die Geschichte äußerst flach ist und nicht einmal einen Spannungsbogen aufzuweisen hat, auch die Charaktere sind überwiegend lieblos gestaltet und im Grunde genommen ist der ganze Film auf die zahlreich vorhandenen Kampfszenen ausgelegt. Das einzig (durchaus positiv) Überraschende an der Geschichte war, dass sich der Wikinger-Anführer Asbjörn und die schöne schottische Prinzessin nicht ein einziges Mal zärtlich berühren oder küssen.

Neben dem Drehbuch stört mich aber auch dessen Umsetzung. Für mich war „Northmen“ eine Aneinanderreihung von Szenen, wie ich sie in tausend anderen Filmen des Genres schon einmal gesehen habe, nichts als Klischees. Es kommt immer gut, jemandem ein wildes Kraut auf eine Wunde zu drücken, oder zweisame Aussprachen im dunklen Wald, oder unter dem Gewicht eines Mannes zusammenbrechende (Styropor-)Mauern, oder der zähnefletschende Böse, der ein bisschen an einen Ork erinnert, oder oder oder … Besonders häufig kamen Close-Ups von verzweifelten Männern mit immer gleichem Gesichtsausdruck vor, oder , wenn sie gerade nicht kämpfen, wahlweise Landschaftsaufnahmen, in denen die Gruppe aus der Ferne zu beobachten ist, was unweigerlich an den Herrn der Ringe denken lässt. Deren exzessiver Gebrauch lässt sich vermutlich damit erklären, dass man in diesem handlungsarmen Streifen sonst keine Möglichkeit gesehen hat, das Ganze auf die Mindestspieldauer, die von solchen Filmen erwartet wird, zu strecken. Ich war ehrlich gesagt ein bisschen schockiert, als ich eben noch einmal nachgesehen habe und da tatsächlich 95 Minuten stand. Kam mir viel länger vor. Alles in allem war die visuelle Umsetzung allerhöchstens durchschnittlich, wird somit aber dem Niveau des Drehbuchs mehr als gerecht, also passt das schon irgendwie.
Nicht zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass Tom Hopper in meinen Augen eine völlige Fehlbesetzung für die Hauptrolle des Asbjörn war. Das fiel mir ganz besonders am Anfang auf und bestimmte somit meinen ersten Eindruck, weshalb der arme Kerl daran im späteren Verlauf des Filmes auch nichts mehr ändern konnte. Wenn ich rückblickend versuche, das objektiv zu betrachten, glaube ich aber fast (oder möchte glauben), dass es später minimal besser geworden ist. Das Problem war einfach, dass er als Anführer der Wikinger eine Autoritätsperson sein sollte, aber leider keinerlei Autorität ausstrahlen konnte. Das hat einfach nicht gepasst. Den anderen Schauspielern kann man keinen Vorwurf machen, allen ist es gut gelungen, den für ihren Charakter typischen Gesichtsausdruck stets zu wahren (außer es ist gerade jemand gestorben, dann gab es auch mal schmerzverzerrte Gesichter).

Zum Soundtrack kann ich mich nicht äußern, da ich mich an den nicht mehr erinnern kann. Was nicht die Schuld des Soundtracks ist, normalerweise achte ich auf die Musik, aber in diesem Fall war ich wohl einfach zu sehr damit beschäftigt, mich abwechselnd zu ärgern und aufzupassen, nicht laut loslachen zu müssen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Film allerhöchstens unterer Durchschnitt ist, ich mich durchaus ein bisschen – auf gut Deutsch – verarscht gefühlt habe, aber weil er mich trotz bzw. gerade wegen seiner Mängel und Defizite derart unterhalten hat (wenn auch nicht auf die Art und Weise, wie sie von den Machern wahrscheinlich beabsichtigt war) habe ich es somit zumindest nicht bereut, fast zehn Euro für die Kinokarte bezahlt zu haben.


Release Date 9. Oktober 2014
Spielzeit 95 Minuten
FSK 16
Regie Claudio Fäh
"Eine Gruppe Wikinger unter der Führung von Asbjörn (Tom Hopper) befindet sich auf dem Weg zur Insel Lindisfarne im Nordosten Englands. Angetrieben werden die Nordmänner vom Wissen, dass sich dort Goldschätze befinden. Auf dem Weg zur Insel und zu neuem Reichtum werden sie von einem heftigen Sturm überrascht. Sie stranden vor der Küste Schottlands in feindlichem Gebiet. Der nächstgelegene Stützpunkt Danelag ist weit entfernt und der Weg dahin alles andere als sicher, denn schottische Söldner sind bereits auf der Jagd nach den Wikingern. Sie wurden entsandt von Dunchaid (Danny Keogh), dem König der Schotten, der seine enormen Reichtümer schützen will. Unterstützung erhalten die Wikinger von dem geheimnisvollen Mönch Conrall (Ryan Kwanten), der ihnen zwar Unterschlupf gewährt, jedoch seine wahren Motive verbirgt. Fortan bestreiten die tapferen Krieger einen blutigen Kampf um Leben und Tod in den Highlands, Wäldern und Sümpfen Schottlands."
(Quelle: filmstarts.de)